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Slowenien Biker Tour 2008

Es war letzten Freitag wieder soweit, unsere alljährliche Bikertour im Juni startete und dieses Jahr ging es nach Slowenien, einmal quer durch die Alpen und zurück. Leider konnten wir dadurch nicht zur Bikerparty in Sachsendorf – nächstes Jahr wieder.

1. Tag – Aufbruch nach Oberlungwitz

Unsere Tour begann am Freitag um 16.30 Uhr – wir machten uns zu fünft auf nach Oberlungwitz zum Gänker – unserem letzten Teilnehmer. Dort trafen wir gegen halb sieben ein und wurden ganz herzlich von ihm und seiner Familie empfangen und bewirtet.

Route: Zschorna – Colditz – Rochlitz – Limbach-Oberfrohna – Oberlungwitz

Fahrleistung: 104 km (wegen Umleitungen)

2. Tag – Der lange Weg durch Tschechien

Am Samstag Morgen ging es um 8.45 Uhr wieder los Richtung Süden zum Grenzübergang Reitzenhain und dann erstmal in Chomutov tanken. Mit vollem Tank weiter nach Pilsen und von dort Richtung Budweis. Dort angekommen mußten wir zum wiederholten Male unsere Regenkombis anziehen weil aus Richtung Österreich eine riesige Gewitterfront drohte. So tankten wir nochmal voll und hofften unbeschadet unseren Weg nach Gmünd fortsetzen zu können. Leider wurden wir mächtig naß und so bauten wir unser Zelt das erste Mal im Regen auf dem Zeltplatz am Sole Felsen Bad in Gmünd auf. Baden wollten wir nicht, wir waren ja schon naß genug und so machten wir uns gegen 18.00 Uhr auf das Eröffnungsspiel der EM 2008 anzuschauen – in einer Tankstelle gleich um die Ecke bot sich die Gelegenheit in der angeschlossenen Bar. Ein paar Bier und der Tag war gelaufen.

Route: Oberlungwitz – Chemnitz – Chomutov – Pilsen – Budweis – Gmünd

Fahrleistung: 398 km

3. Tag – Quer durch Österreich

Morgens um 10 Uhr gings los quer durch Österreich. Bei wechelhaftem Wetter konnten wir unsere Regenkombis wieder nicht auslassen. Zu allem Übel regnete es auch noch sehr stark beim einzigen Paß an diesem Tag – den Turracher Höhen. Das war eine Bergabfahrt – bloß gut das nichts passiert ist. Da liefen Wasserbäche über die Straße – Wahnsinn. Gezeltet haben wir auf einem schönen Zeltplatz am Ossiacher See. Am Abend dann wieder Fussball – Deutschland siegt im 30 km entfernten Klagenfurth gegen Polen mit 2:0 und die Polen auf dem Zeltplatz randalieren…

Route: Gmünd – Turracher Höhe – Ossiach

Fahrleistung:

4. Tag – Endlich in Slowenien

Der vierte Tag brachte uns nun endlich zu unserem eigentlichen Ziel – nämlich Slowenien. Auf dem Weg zur Grenze mußten wir noch den Wurzenpaß überqueren – welcher wegen seinem Namen eigentlich schon letztes Jahr auf unserer Liste stand, dann aber dem Großglockner zum Opfer fiel. Mein Urteil zum Wurzenpaß : notwendiges Übel auf dem Weg nach Kranjska Gora in Slowenien.

Dort angekommen ging es auch gleich weiter auf den mit 1611 m höchsten Slowenischen Alpenpass, den Vrsic. Die Abfahrt führte uns dann nach Bovek zum ersten Tankstop – 1 Liter Super für 1.187 Euro – toll. Dort entschlossen wir uns zu einem Abstecher nach Italien und das war eine super Idee, wir landeten in Gegenden, wo sonst kein Motorradfahrer sich hin verirrt. Enge schmale Straßen und keine Menschenseele unterwegs. Und das alles im Grenzgebiet zwischen Italien und Slowenien.

Als wir wieder zurück in der Zivilisation waren ging es Richtung Süden nach Nova Gorica und dann weiter nach Branik, wo wir erstmal einkaufen waren. Dabei lernten 3 von uns einen netten älteren Slowenen kennen – Valentin. Er erzählte uns von seinem Leben hier und seiner Zeit als Gastarbeiter in der Schweiz. Auch Sachsen kannte er, er war als Monteur damals zu DDR Zeiten auch schon in Leipzig und Bautzen.

Mit den Taschen voller Bier, ging es nun Richtung Adria nach Italien. Dort fuhren wir von der Steilküste eine schöne Straße nach Trieste und dann die Küstenstraße entlang bis nach Sistiana, wo wir uns einen Campingplatz suchten und unser Zelt aufbauten. Leider war der Weg bis zum Meer zu weit bzw. der Weg die Steilküste hinunter zum Meer und so konnten wir nicht baden gehen.

Route: Ossiach – Wurzenpaß – Kranjska Gora – Vrsic Paß – Italien-Abstecher – Novo Gorika – Trieste – Sistiana (leider gibt es keine Google Maps Daten für Slowenien)

Fahrleistung:

5. Tag – Badeurlaub an der Adria

Da es uns ja in Italien leider verwehrt war, in der Adria baden zu gehen, entschlossen wir uns, dies nun am Dienstag nachzuholen. Und so war unser Trip an diesem Tag nicht allzu lang.

Es ging immer schön an der Küste entlang, durch Trieste über die Grenze bis nach Koper – wo wir ein wenig in der Stadt umherirrten – und dann weiter bis in unseren Zielort Izola, den wir gegen 13.00 Uhr erreichten. Dort bauten wir schnell unser Zelt auf einem kleinen Campingplatz direkt an der Küste auf, fuhren Einkaufen und dann ab ins Meer baden. Am Abend, hatte der ein oder andere, einen kleinen bis mittleren Sonnenbrand, trotz Sonnencreme zu beklagen. Aber das haut uns Biker doch nicht um…

Route: Sistiana – Trieste – Koper – Izola

Fahrleistung:

6. Tag – Zurück in die Alpen

Nun war genug mit Langeweile – es ging zurück in die Berge und dazu suchten wir uns eine schöne Strecke auf der Karte aus. (Gute Hinweise dazu bekamen wir im Vorfeld von Jens – danke dafür und für deine Karten.) Die Strecke führte uns erstmal Richtung Kroatien auf kleinen Straßen bis nach Popetre und dann entlang der Bundesstraße, parallel zur Autobahn bis nach Postojna. Dort hatte uns Valentin empfohlen, die Grotte in Postojna zu besuchen, was wir aus Zeitmangel leider nicht taten.

Nun führte uns unser Weg Richtung Norden, entlang der 102 durch Idrjia und Trebusa bis wir dann in Baca pri Modreju auf die 403 abbogen. Dann wollten wir eigentlich die 909 bis Bohiniska Bistrica fahren, aber diese war leider gesperrt und so entschlossen wir uns zwangsläufig zu einer anderen Strecke. Und die führte uns nun auf knapp 20 km über eine Schotterpiste erst einen Berg hinauf und dann auf der anderen Seite wieder runter und das mit unseren Motorrädern, welche eigentlich nicht für solche Pisten gebaut sind – sehr abenteuerlich. Als wir wieder Asphalt unter den Rädern hatten, mußten wir auch wieder unsere Regenkombis anziehen. Wir entschieden uns dann für einen schönen Zeltplatz in Bohiniska Bistrica wo wir auch einen kleinen Unterschlupf vor dem Regen fanden und Abends wieder Fußball schauen konnten.

Route: Izola – Koper – Popetre – Kozina – Postojna – Zelezniki – Bohiniska Bistrica

Fahrleistung:

7. Tag – Im Regen durch die Alpen

Der Tag begann damit im Regen unser Zelt abzubauen und sofort in die Regenkombi zu schlüpfen. Dann gings über Jesenice nach Tarvisio in Italien. Dort fuhren wir einen kleinen Abstecher Richtung Süden über eine kleine Paßstraße nach Selva Nevea dann weiter nach Pontebba. Dort bogen wir dann zum Passo Pramollo ab. Dieser war zwar gesperrt, aber wir fuhren trotzdem hinauf. Die Straße war naß und sehr schmutzig und es machte wirklich keinen großen Spaß. Hinunter ging es dann auf österreichischer Seite den Naßfeldpaß und auch da spielte das Wetter nicht mit.

In Österreich fuhren wir dann nach Kötzschach-Mauten um dann, wie im vergangenen Jahr durch das Lesachtal bis auf den Zeltplatz in Strassen. Am Abend spielte dann Deutschland gegen Kroatien und verloren leider.

Route: Bohiniska Bistrica – Jesenice – Tarvisio – Naßfeldpaß – Kötzschach-Mauten – Strassen

Fahrleistung:

8. Tag – Schnee am Felberntauerntunnel

Auch am 8. Tag starteten wir wieder im Regen und dank der Schafskälte war es auch noch sehr frisch. In Lienz hörte es etwas auf, doch auf dem Weg zum Felberntauerntunnel (1650 m) begann es wieder weiter zu regnen. Doch das sollte noch nicht die Krönung sein, denn am Ausgang des Felberntauerntunnels schneite es plötzlich.

In Mittersill mußten wir uns an einer Tankstelle erst mal bei einer Tasse Kaffee unsere Körper aufwärmen. Weiter ging es dann über den Paß Thurn (1274 m) nach Kitzbühel wo auf einmal die Sonne schien und wir unsere Regenkombis ausziehen konnten.

Weiter gings dann nach Bad Reichenhall und dann nach Laufen, wo wir unser liebstes Kleidungsstück wieder überzogen. Die letzten Kilometer bis zum Zeltplatz hatten wir die Regenwolke immer über uns und so hielten wir an einer Tankstelle in Obertrum kurz an. Und da fanden wir mit dem Tankwart einen super Gesprächspartner, welcher uns auch gleich eine Runde Selbstgebrandten anbot. Als es aufgehört hatte zu regnen verabschiedete er uns noch und schenkte uns eine Flasche “Obst”.

Nur 1 km entfernt war der Zeltplatz in Staffl am See und der war sehr schön. Die Sonne schien und endlich trocknete unser Zelt und unsere Sachen mal wieder. Abends wieder Fußball und da gabs dann noch Spaß mit dem Hund eines Gastes aus Schweden. War ein sehr lustiger Abend.

Route: Strassen – Lienz – Mittersill – Kitzbühel – Bad Reichenhall – Laufen – Obertrum am See

Fahrleistung:

9. Tag – Auf zum Camping Heiner

Alles war trocken, als wir uns den nächsten Tag gegen 11.00 Uhr auf den Weg Richtung Zwiesel zum Camping Heiner machten und die Regenkombi blieb an diesem Tag auch endlich mal im Tankrucksack. Angekommen sind wir gegen halb drei an unserem Ziel für diesen Tag – Regenhütte am Großen Aber – und so begannen wir auch schon etwas früher an diesem Tag mit dem Biertrinken.

Route: Obertrum – Braunau am Inn – Passau – Zwiesel – Regenhütte

Fahrleistung:

10. Tag – Heimreise

Sonntag Morgen ging es schnell – alle wollten nun nach Hause. Der Weg führte uns wieder über Tschechien nach Deutschland. Für die knapp 200 km über Pilsen bis an die Grenze nach Reitzenhain brauchten wir geschlagene 4,5 Stunden – Wahnsinn. Regenkombi war natürlich wieder mal Pflicht. Um 16.00 Uhr waren wir am Ende unserer Reise, wieder in Zschorna angekommen.

Route: Regenhütte – Pilsen – Chomutov – Augustusburg – Rochlitz – Grimma – Wurzen

Fahrleistung:

Mehr Bilder in unserer Bildergalerie “Slowenien Bikertour 2008

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